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Interview mit Das magische Trio(Harry Potter und der Stein der Weisen)Von DANA HORÁKOVÁ, Bild Kino Interview, Nov 2001Das sind sie - die drei berühmtesten Kinder der Welt. Drei kleine Briten, die die Hauptrollen im Film "Harry Potter und der Stein der Waisen" spielen. Daniel Radcliffe (11) ist der Zauberlehrling, Emma Watson (10) seine beste Freundin Hermione, Rupert Grint (12) ist Harrys Kumpel Ron Weasley. Nach der Gala-Premiere in London mussten sie sich der Weltpresse stellen: 80 Journalisten, angereist von Australien über Mexiko und Japan bis Russland. Blitzgewitter, Fragen über Fragen. Ihre erste Pressekonferenz. Vor jedem ein Mikro und ein Zettel mit ihrem Namen. Wie reagierten sie? Ich saß nah genug, um sie genau begucken zu können. Daniel im sonnig-gelben Sweather, wirkte ein bisschen nervös, aber hoch konzentriert. Er zupfte an seinen Haaren, Ohren, beugte sich tief über den Tisch, um Antworten anderer besser zu hören. Bewegt sich, redet, als würde ihm der Rummel nichts ausmachen, bleibt natürlich. Er liebt es, zuzuhören, lacht von ganzem Herzen, wenn er den einen oder anderen Satz gut findet. Null Allüren, obwohl er mit seiner Tom-Cruise-Ausstrahlung jetzt schon ein Super-Star ist. Übrigens: vom Stimmbruch keine Spur. Sein Vor-Harry-Leben: Seine Eltern sind Künstler-Agenten und waren dagegen, dass er die Rolle übernimmt. Seine erste Rolle war "David Copperfield" (britischer TV-Film), dann ein Kurzauftritt im "Der Schneider von Panama". Er mag Fußball und Formel 1. Er behauptet: "Mein Leben hat sich jetzt zum Besseren verändert, ich muss nicht mehr in die normale Schule. Schwierigste Szene? "Vor dem Spiegel Nerhegeb"
(der den tiefsten Herzenswunsch zeigt). Harry sieht seine Eltern, die
er nie erlebte. Er muss alles auf einmal sein: "traurig, wütend,
neugierig". Emma - ganz eine Lady und zugleich voll sprudelndem Temperament. Der Rücken gerade, die Hände auf dem Tisch gefaltet. Sie rückte sich das Mikrophon zurecht, sprach laut und deutlich. Fällt ihr keine Antwort ein, setzt sie - bewusst kokett - ihr bezauberndes Julia-Roberts-Lächeln ein. Die beiden Jungs neben sich nimmt sie nur bedingt wahr, da sie auch im echten Leben von sich selbst ebenso überzeugt ist wie in ihrer Leinwand-Rolle. Ihr Vor-Hermine-Leben: Ging zur Schule in Frankreich, trat auf im Schultheater, gewann 1. Preis im "Gedichte-Vortragen-Wettbewerb". Sie meint: "Ich bemühe mich, jetzt ein normales Leben zu führen, und außerdem behandelt mich meine Familie immer noch normal." Schwierigste Szene? "Eigentlich waren alle gleich.
Die mit dem Troll fand ich eher lustig." Rupert gab den Clown. Saß still und fast reglos, beantwortete
die meisten Fragen mit einem "Hmmm", allerdings erst nach einer
lange Bedenkzeit. Das wirkte anfangs zwar unsicher, doch bald wurde klar,
dass es ein Spiel ist. Sein Kommunikations-Spiel. Als würde er wissen,
dass wer schweigt, Dauer-Neugierde weckt. So dass man sich, und zwar nur
bei ihm, fragte: spielen die Kids auch hier eine Rolle, die sie vorher
einstudiert hatten? Hat er jetzt schon einen Image-Berater? Schwierigste Szene? "Das Schachspiel mit lebendigen
Figuren, ich war Springer, musste vom Pferd fallen, überall war Staub..." Drei Stars - aber vor allem drei Kids. Man merkte es auch daran, dass alle drei ständig mit ihren Namenszetteln herumspielten. Was sagt uns das über sie? Über ihre Charakter-Struktur? Über ihre Zukunft - werden sie mit ihrem Ruhm fertig? |
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